Mapplethorpe
Vom 20.Oktober bis zum 11.Dezember 2005 findet in Prien am Chiemsee eine in Deutschland wohl einzigartige Ausstellung eines der weltweit bekanntesten Photographen statt.
Robert Mapplethorpe war schon zu Lebzeiten ein höchst umstrittener Künstler. In den wichtigsten Museen der Welt wurden seine Aktfotos gezeigt, bei seinen Ausstellungen in New York kamen nicht nur Besucher sondern auch des öfteren die Polizei und beschlagnahmte Bilder.
Die energie- und gefühlsgeladene Macht der Liebe und des Eros, bestimmt auch das Schaffen Robert Mapplethorpes. Der von der Leidenschaft für den menschlichen Körper geprägte Künstler bezeichnete die Fotografie einmal als "perfekte Methode Skulpturen zu machen“.
Bis heute gelten einige seiner Bilder als anstößig, ein Überblick seiner Werke ohne die Aspekte von Begierde, Dominanz , Sex und Exzesse ist nicht vorstellbar.
1946 wurde Mapplethorpe in New York als drittes von sechs Kindern einer katholischen Arbeiterfamilie geboren. Während des Studiums lernte er auch Patti Smith kennen und verliebte sich in die damals unbekannte Musikern und Poetin. Die beiden zogen zusammen und Mapplethorpe vertiefte seine Arbeit an seinen eigenen Kunstwerken.
In den 70 er Jahren machte er sich einen Namen durch provozierende Fotografien aus der schwulen Szene.
Er entwickelte sich in den weiteren Jahren zu einem vielseitigen Fotografen mit einem breiten Spektrum Expressiver Möglichkeiten.
Anfang der 80 er Jahre wird er zuerst in NewYork von einem größeren Publikum wahrgenommen. Prominenz wie Andy Warhol , Glenn Close und Richard Gere ließen sich von ihm porträtieren, es ist "in“ sich von Mapplethorpe fotografieren zu lassen.
Seine Aufnahmen sind stets schlicht und vor weißem oder schwarzen Hintergrund fotografiert.
Als Thema wählte er Robert Mapplethorpe aber auch im Gegensatz zu seinen Bildern, in denen er Stillleben mit Blumen oder Portraits gesellschaftlich anerkannter Schauspieler und Künstler zeigt, Pornographie und SM (Sadomaso).
Robert Mapplethorpe traf in den 80 er Jahren genau den Geschmack der Zeit. Die Avantgarde feierte seine Werke als Kunst. Die Konservativen waren entrüstet.
Sein Leben war sehr exzessiv, zahlreiche hetero und homosexuelle Beziehungen sowie auch Drogen prägten seinen Weg.
Als bekannt wird dass er sich mit Aids infiziert hat, schnellten die Preise für seine Fotos in die Höhe. 1988 verkaufte er Fotos im Wert von 500.000,– US Dollar.
Robert Mapplethorpe starb am Morgen des 9. März 1989 an den Folgen einer Aids Infektion.
Von 1970 bis 1989 haben die Fotografien von ihm, die Öffentlichkeit und die Fachwelt zu heftigen Diskussionen verleitet. Inzwischen ist Mapplethorpes Bedeutung für die Geschichte der Fotografie unbestritten.
Die Ausstellung in Prien im Alten Rathaus zeigt ca. 90 Werke ab Beginn seiner Arbeit in den 70 er Jahren bis zum Jahr 1989
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