Muslime

Muslime

Unter Pseudonym schreibt dies eine Muslime , da es in islamischen Ländern verboten ist, erotische Geschichten zu schreiben und vor allen Dingen sie zu veröffentlichen.

Das Buch ist ein autobiografischer Roman, den man als “poetischer Widerstand” gegen eine islamistisch dominierte Gesellschaft lesen kann.

Die junge Muslime Badra ist aus dem Martyrium ihrer Zwangsehe weggelaufen und flieht, nach Tanger. Von ihrer Familie verstoßen ist sie nun in Tanger, die Stadt der Huren, Hafenstadt und Tor nach Europa. Dort findet sie Unterschlupf und Schutz bei ihrer Tante.

Ihr droht der Tod, aber sie will sich nicht verstecken, sondern sie will wissen was Leidenschaft und Liebe ist.
Eine Affäre mit einem reichen Marokkaner, der ihr alles zeigt, besonders wozu ihr Körper in der Lage ist; der sie fühlen lässt, was Begierde heißt, der ihr alles gibt und alles nimmt.

Zum ersten Mal wagte es eine muslimische Frau, solches in einen Roman zu schreiben.

Sie beschreibt das Buch als eine Reaktion auf ihre Wut im Bauch nach den Ereignissen des 11. September. Die Konfrontation zweier Fundamentalismen, des muslimischen und des amerikanischen Fundamentalismus, hat sie bewogen dazu selber skandalös zu sein und ein Buch über den Körper zu schreiben.

Sexuelle Selbstbestimmung als Widerstand gegen eine Gesellschaft, die von Verboten und der Verhüllung des Körpers geprägt ist.
Sie gab sich völlig ihrem Geliebten hin und als diese Verbindung endet hat sie nur noch Sex mit vielen Liebhabern.
In der islamischen Welt ist so was ein Verbrechen.

Sie beschreibt es so:

Meine Liebhaber dürfen nur schweigen, schlafen oder gehen.
Es ist gesetzlich verboten und wird bestraft, über Sexualität zu schreiben. Es gibt keine erotischen Bücher.
Es gibt bei uns drei Tabus, Sexualität, Religion und Politik, diese 3 Tabus bewirken, dass die arabische Welt heute ein einziges Desaster ist.
Eine individuelle Freiheit ist nach der Erfahrung der Autorin unvereinbar mit der muslimischen Welt.

Literarisch ist es gut geschrieben, auch wenn die erotischen Passagen des Buchs für Nicht Muslime weit entfernt von gewagt sind ist die poetisch blumige Sprache doch sehr reizvoll.

In Frankreich hat es das Buch auf die Bestsellerlisten geschafft. Der Mix aus arabischer Exotik , Sex und die Befreiung von islamischer Frauenunterdrückung ist verlockend und erregte auch das öffentliche Interesse.

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